2008
Sprache der Blumen
Eine Blütenlese

Sprache der Blumen - Eine Blütenlese 
16. November 2008 bis 1. November 2009

Mit der Ausstellung "Sprache der Blumen - Eine Blütenlese" öffnet sich das Rosenmuseum Steinfurth in Bad Nauheim sowohl den Blumen- als auch den Literaturliebhabern. Die Ausstellung, eine Übernahme aus dem Museum Strauhof der Stadt Zürich und von dessen Kuratorin Cornelia Meyer und der Gestalterin Trinidad Moreno inhaltlich und gestalterisch an die Verhältnisse im Rosenmuseum angepasst, schafft es, ein komplexes literarisches Thema auf einzigartige Weise umzusetzen. So thematisiert die Ausstellung exemplarisch die historisch wechselnde Verwendung der Blumenmetapher in der Literatur von 1750 bis 1950.

       
Ein Spaziergang durch die dichterischen Blumengärten verschiedener Epochen beginnt mit Linnés Pflanzensystem, zeigt Werke botanisierender Dichter am Beispiel von Goethe und Rousseau, romantische Elegien von Heine und Novalis. Breviere aus der Blütezeit der manierierten "Sprache der Blumen" von Charlotte de la Tour und die radikale Wende durch Baudelaires "Les Fleurs du mal".
Für Strukturen zum Stilwechsel der einzelnen Epochen sorgen Blumen- und Kräuterbücher aus der Naturwissenschaft. Anhand der Geschichte der Botanik wird die Wahrnehmung der Blumen von der Nutz- und Heilpflanze bis hin zur sexuellen Spezies mit Gattungsnamen thematisiert. Die Blumenbeschreibungen beider Disziplinen "Dichtung und Wissenschaft" erlauben aufschlussreiche Einblicke in das Denken und Empfinden der jeweiligen Zeit.
Bei den Exponaten handelt es sich neben floralen Liebhaberobjekten um illustrierte Bücher und grafische sowie gemalte Blumendarstellungen quer durch die Jahrhunderte. Aus eigenen Beständen zeigt das Rosenmuseum vor allem bibliophile Raritäten und entzückende Objekte aus dem Bereich "Blumensprache", so zum Beispiel Grandvilles "Les fleurs animées". Ausstellungsobjekte wie botanische Blumenmodelle, eine Botanisiertrommel, aber auch floral inspirierte Accessoires und Werkzeuge zur Herstellung von Kunst- und Seidenblumen setzen zusätzliche Akzente.
Ein sinnliches Vergnügen bietet die Ausstellung schon beim Betreten, wenn dem Besucher mit zarter Stimme Blumennamen eingeflüstert werden. Weiter geht es an der Duftbar, in der verschiedene Rosenöle und Rosenwasser geschnuppert werden können und ein reines visuelles Vergnügen bietet der Anblick der märchenhaften Alpenwiese mit Blumenkostümen nach Ernst Kreidolf.

  


2008
Reizend! Rosen auf Porzellan

Das Rosenmuseum präsentiert Tassen, Teller, Tabaksdosen ...
Ausstellungsdauer 2. Dezember 2007 bis 26. Oktober 2008

Blumen, besonders Rosen, gehören auf Porzellan zu den beliebtesten Dekors. Daher zeigt das Museum eine Schau mit Stücken aus europäischen Manufakturen. Neben dem Porzellan für den täglichen Gebrauch werden reich dekorierte Potpourrivasen zur Raumbeduftung und Dekoration ausgestellt.
In insgesamt fünf Themen werden Aspekte des Porzellans seit 250 Jahren aufgeblättert: Gute Luft (18. Jahrhundert), Freundschaftskult und Gute Stube (19. Jahrhundert), Lebensreform und Aussteuer (20. Jahrhundert).

  

[mehr lesen]


2009
Der Duft der Heiligkeit

Der Duft der Heiligkeit
Arbeiten von Barbara Wilhelmi und Barbara Greul Aschanta

15. November 2009 bis 5. April 2010
Ausstellungseröffnung 15. November 2009, 15 Uhr

Die neue Ausstellung des Rosenmuseums präsentiert Arbeiten zweier Künstlerinnen zum Duft der Heiligkeit. Duft gilt als zartestes Symbol göttlicher Nähe, und neben dem Weihrauch scheint der himmlische Wohlgeruch besonders im Rosenduft eine Entsprechung zu finden. Wohlgeruch gilt als göttliche Eigenschaft und steht für das Leben. 
In vielerlei Hinsicht ist die wohlriechende Rose mit religiösen Themen und Ritualen verbunden. So sind auf Mariendarstellungen häufig Rosen oder Lilien zu sehen, etwa auf Bildern, die Maria im Rosenhag zeigen, oder auch auf Heiligenbildern. Wie nähern sich die beiden Künstlerinnen diesem Thema?

Barbara Wilhelmi
Die Künstlerin, Kunsttherapeutin und Theologin studierte in Tübingen u.a. künstlerische Lithographie und Zeichnen. Sie ist in den vergangenen Jahren mit "Heilungsräumen" und "Elementarräumen" im Museum DASA in Dortmund bekannt geworden.
In ihren Installationen steht Kunst nicht allein mit sozialen Funktionen, kritischem und aufklärerischem Potential im Mittelpunkt, sondern die Kunstwerke sollen auch heilende Prozesse im Betrachter anregen. Heute finden wir solche künstlerischen Äußerungen meist nur noch im Zusammenhang sakraler und ritueller Kunst. So ist es nicht verwunderlich, dass die Arbeiten der Künstlerin, die auch Pfarrerin ist, grenzüberschreitend sind.

Ihre Arbeit im Rosenmuseum nimmt den Zusammenhang von Duft-Seele-Hauch auf, der in dem althebräischen Wort "nefesh" zusammengefasst wird. Es ist die Vorstellung, dass bei der Geburt den Kreaturen der göttliche Dufthauch zur Lebens-Seele eingegeben wird. Sie zeigt eine Installation von Bildern, bemalten Skulpturen und einen Film. Auf den Holzstelen aus duftendem Arvenholz wird der kommunikative Prozess der Bemalung - meist während einer Performance - als riechendes Erspüren oder "angehaucht werden" sichtbar. Der Film "bamoth" handelt von der Zeremonie der Blumensegnung in den Alpen am Marientag im August.

Barbara Greul Aschanta 
Die Künstlerin hat an der Hochschule für bildende Künste Düsseldorf Malerei studiert und Ausstellungen im In- und Ausland realisiert. Für ihr Projekt im Rosenmuseum wurde sie inspiriert von der "Semana Santa", einer alljährlich in Granada/Spanien stattfindenden Prozession. Die Künstlerin schafft im Museum einen emotionalen Raum, der das irrationale Erlebnis eines "heiligen" Ereignisses ahnen lässt, so wie es in Spanien zelebriert wird.
Bei Barbara Greul Aschanta steht eine Installation mit 136 Büßerschuhen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Büßer begleiten in Spanien den Wagen, auf dem sich eine Heiligenfigur, die mit Rosen, Lilien und anderen Blüten geschmückt ist, befindet. Sie sind mit langen Kutten und Spitzhauben maskiert, nur ihre Füße mit typischen spanischen Espandrilles sind sichtbar.

In der Installation im Museum sind die Espandrilles der Büßer mit Tonschlamm überzogen, der symbolisch, im Gegensatz zur spirituellen Wahrnehmung, für die sichtbare materielle Welt steht. Strohkränze mit Rosen und Rosenarrangements verweisen auf den Rosenduft, der sich bei Erscheinungen manifestiert, und der bei der "Semana Santa" zum Erleben des "Heiligen" beiträgt. Während sich dort schwerer Blütenduft mit dem Wachsgeruch brennender Kerzen mischt, können die Bilder der spanischen Büßer und die schimmernden Glanzbilder der Heiligen hier nur einen Eindruck des ergreifenden Geschehens andeuten.
Duft und Erscheinung finden sich in allen Kulturgesellschaften und Religionen.
Erscheinungen verändern die molekulare Struktur des Raumes, so wäre der DUFT pysikalisch erklärbar.


2008
roses of islam - islamin gülleri
Kalligrafien auf Rosenblüten von Hasan Temiztürk

10. bis 26. Oktober 2008 im Altes Rathaus, Marktplatz, Bad Nauheim und im Rosenmuseum Steinfurth 

Der in Offenbach ansässige Kalligraph Hassan Temiztürk ist ein Künstler, dessen Arbeiten nicht nur in orientalischen Ländern sondern auch in Deutschland Wertschätzung und Anklang finden. Er entwickelt die uralte Form von Schrift und Bild mit persönlicher Formgebung weiter. Im Rahmen der Veranstaltung zur Türkischen Woche 2008 in Bad Nauheim präsentierte Hasan Temiztürk kalligrafische Arbeiten im Alten Rathaus und im Rosenmuseum Steinfurth. Im Rosenmuseum wurden Kalligrafien auf Rosenblütenblättern gezeigt. 


2007
Echt künstlich - Kunstblumen von A bis Z

12. November 2006 bis 4. November 2007

Blumen haben einen festen Platz im Alltag: sie gelten als Boten der Hoffnung, des Glücks und des Frühlings - vor allem aber als Überbringer von Gefühlen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Blumen schon lange künstlich nachgebildet werden, erscheinen sie doch ewig schön und unvergänglich.

  
Bereits seit der Antike macht sich der Mensch durch Nachahmung und Nachformung der Blumen unabhängig von natürlichen Wachstumszyklen. Ist die Jahreszeit der frischen Blumen vorbei, werden Wachsblumen und Blüten aus Papyrusrinde und Seide verarbeitet. Kranzflechten ist im antiken Griechenland und Rom ein anerkannter Beruf. Später gelten vor allem italienische Nonnen als Meisterinnen der Blumenkunst. Mit selbst hergestellten Blüten schmücken sie Altäre und Heiligenfiguren. Aus den Abfällen der Seidenindustrie entsteht die italienische Seidenblumenmanufaktur, deren Produkte sich zum bedeutenden Exportartikel entwickeln.

[mehr lesen]


2006
Blätterkleid und Dornenkissen

Objekte von Charlotte Vögele
30. April 2006 bis 5. November 2006

Die Künstlerin verarbeitet am liebsten Materialien aus der Natur: Blätter, Samenkapseln, Stacheln, Nadeln und Baumrinden.

Charlotte Vögele stellt aus Pflanzen Objekte her. Sie näht, appliziert und arrangiert. Ein Hemd aus Buchenblättern glänzt braun, der Mantel aus Gras besticht durch feine Fülligkeit. Das Gewand aus Piniennadeln ist federleicht und eine Robe aus perlmuttfarben schimmernden Silberblättern zeigt märchenhafte Festlichkeit. Die Künstlerin ist fasziniert vom Zusammenhang Mensch - Natur - Gewand, sie verbindet das von Menschen geschaffene Kleid mit dem in der Natur vorgefundenen Blätterkleid der Erde.

  

[mehr lesen]


2005
Dornröschen - Warten auf den Märchenprinz

17. April 2005 bis 23. April 2006

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Brüder Grimm Museum Kassel und dem Dornröschenschloss Sababurg in Hofgeismar erarbeitet. Sie zeigt zwei Inszenierungen. Das schlafende Dornröschen hinter einer märchenhaften Hecke und eine festlich mit 12 goldenen Tellerchen gedeckte Tafel, die durch den Todesfluch der bösen Fee erschüttert wird.

Bilder, Bücher, Filme und Hörfassungen des Märchens sind im Rosenmuseum zu sehen und zu hören.

  

[mehr lesen]


2004
Rosengarten

Malerei und Papierschnitte der Leipziger Künstlerin Annette Schröter.
Sonntag den 6. Juni 2004 bis 7. November 2004

Bilder einer Farbfetischistin, die in Farben, Formen und Ornamenten schwelgt, wäre da nicht etwas, was die Harmonie stört .... Ihre Motive fand Annette Schröter im Europa Rosarium Sangerhausen.

  

Die Künstlerin ist in Meißen geboren und studierte bei Prof. Bernhard Heisig in Leipzig. Ihre Bilder waren in vielen Ausstellungen und Museen, in Galerien, auf der Art Cologne und der Art Frankfurt zu sehen. Nachdem Sie über ein Jahrzehnt in Hamburg gelebt hatte, kehrte Sie Ende der 1990er Jahre nach Leipzig zurück. Hier arbeitet sie seither wieder. In Halle an der Hochschule für Kunst und Design unterrichtet sie Malerei.

[mehr lesen]


2004
Dornenreich - Rosenanbau in Steinfurth

Fotos des Frankfurter Fotografen Winfried Eberhardt.
Sonntag 14. November 2004 bis Sonntag 10. April 2005.

78 großformatige schwarz-weiß Fotos veranschaulichen Leben und Arbeit der Rosenbauern in Steinfurth im Jahresablauf. Arbeitsgeräte aus dem Museumsdepot ergänzen die Schau der Bilder und zeigen die schwere und dornige Arbeit an der vermeintlich zarten Blume.

  

Besondere Besucherattraktion ist der Fotoladen, ein Besucher - PC, in dem weitere Aufnahmen von Winfried Eberhardt zu sehen sind und Motive der ausgestellten Fotos ausdruckt werden können.

[mehr lesen]


2003
Rätselhaft

07. September 2003 bis 31. Mai 2004

Sammlungen von Sprichwörtern und Rätseln sind in Deutschland seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Ihre Blütezeit haben sie im Barock. Das 19. Jahrhundert gilt als Zeit der umfassendsten Sammlung und Sichtung von Rätseln und Sprichwörtern.

  

Es ist die Zeit, in der die literarischen Kleinformen, zu denen das Rätsel zählt, ihren großen Auftritt haben. Die Andacht zum Kleinen zeigt sich in den literarischen Vorlieben. Mit Charaden, Logogryphen, Palindromen und Rebussen vertreibt man sich die Zeit und unterhält sich im häuslichen Kreis.

[mehr lesen]


1990 bis 2000

Im Altbau waren fünf Ausstellungen "Rosenposition" zu sehen. Hier wurden unter anderem Kunstobjekte von Sabine Zimmermann, Sabine Hartung, Alba D'Urbano, Bella Rosa und der Galerie Gesamtmetall ausgestellt.